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When objects talk

Säulen eines Ambos (?), Süditalien, 1225-1250.
London, Victoria & Albert Museum, Museum no. 269C-1886.

Die vier Holzsäulen in der William and Eileen Ruddock Gallery des V&A Museums wirken zugleich monumental und fragil. Zwischen Goldschmiedearbeiten und Elfenbeinskulpturen ragt das dunkle Walnussholz beinahe übermächtig empor, während Abnutzungsspuren, Farbreste und abgeschlagene Stellen ihren materiellen Alterungsprozess vor Augen führen.

Wahrscheinlich gehörten die Säulen einst zu einem mittelalterlichen Ambo in Süditalien. Auf brüllenden Löwen ruhend entfaltet sich an ihren Kapitellen ein dichtes, aus Propheten, Heiligen, Engeln, Ornamenten und Blattwerk bestehendes Programm.

Heute werden sie nicht nur betrachtet, es wird ihnen auch zugehört.

An zwei der Säulen befinden sich kleine Sensoren mit Metallringen, die kaum auffallen. Sie messen winzige akustische Emissionen: hochfrequente Geräusche, die entstehen, wenn sich das Holz durch Veränderungen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit minimal bewegt. Das V&A nutzt diese Technologie derzeit im Rahmen eines konservatorischen Forschungsprojekts, um besser zu verstehen, wie historische Holzobjekte auf ihre Museumsumgebung reagieren.

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